Wirtschaft und Politik
Der DGB Ortsverband und der ver.di Ortsverein stellen sich hinter die am 20. September in Lehrte geplanten Veranstaltungen zum Klimastreik der Bewegung Fridays for Future
Klimastreik der Bewegung Fridays for Future


(v.l.: Reinhard Nold + Rolf Arendt (beide DGB), Philipp Grämmel + Rouven Röpke (beide Fridays for Future), Martina Buchheim + Klaus Trusch (beide ver.di)

Wir stehen als DGB Ortsverband Lehrte und ver.di Ortsverein Lehrte/Sehnde in einem engen Austausch mit der Fridays for Future-Bewegung in Lehrte“, sagte der DGB Ortsverbandsvorsitzende Reinhard Nold nach einem Treffen mit Luca Schneider, Philipp Grämmel und Rouven Röpke von der Fridays-for-Future-Gruppe aus Lehrte. Zusammengekommen war man, um einen Meinungsaustausch zu starten und Vorschläge für eine weitere Zusammenarbeit zu erarbeiten. Diese wird es geben – denn beide Seiten eint das Ziel, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden. Für den DGB Ortsverband sowie für die Lehrter Fridays-for-Future-Gruppe ist es elementar, dass die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens, in dem sich die Welt zu einer drastischen CO2-Reduktion verpflichtet hat, auch eingehalten werden.

Einigkeit besteht auch in einem weiteren Punkt: Klimaschutz darf nicht auf Kosten von Beschäftigung gehen. Der ökologische Umbau der Wirtschaft muss sozial und demokratisch gestaltet werden, Beschäftigung und gute Arbeit müssen in einer ökologischen Wirtschaft erhalten und aufgebaut werden. „Es geht um einen ökologischen, sozialen und demokratischen Wandel unserer Gesellschaft“, so Reinhard Nold.

Welche Schritte zur Erreichung dieses Ziels dazu im Einzelnen notwendig, auf welchem Weg und in welcher Geschwindigkeit die Zwischenziele bis 2050 erreichbar sind – darüber, und auch das wurde beim Gespräch deutlich, gibt es durchaus unterschiedliche Sichtweisen. „Trotz dieser Unterschiede besteht aber eine große Bereitschaft, gemeinsam für konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Klimaschutzes einzutreten“, so der Sprecher der Lehrter Fridays-for-Future-Gruppe Philipp Grämmel.

DGB und ver.di unterstützten die am 20. September geplanten Veranstaltungen zum Klimastreik der Fridays-for-Future-Gruppe Lehrte. Da politische Streiks in Deutschland verboten sind, müssten Arbeitnehmer allerdings außerhalb der Arbeitszeit protestieren. "Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich mit den Aktionen von Fridays-for-Future solidarisieren und an Demonstrationen teilnehmen wollen, sollten das geltende Arbeitsrecht beachten und sich für diese Zeit freinehmen", sagt Nold. Einen Streikaufruf der Gewerkschaften im eigentlichen Sinne werde es daher nicht geben. Dennoch ist eine Unterstützung und Teilnahme aus gewerkschaftlicher Sicht gewünscht.

Ablauf am 20. September 2019 in Lehrte:
11:30 Uhr Auftaktkundgebung am Neuen Zentrum Lehrte, anschließend Demozug
13:00 Uhr Abschlusskundgebung am Neuen Zentrum
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Wirtschaft und Politik | 16.09.2019 | rn | 224 Leser