Wirtschaft und Politik
DGB Lehrte finanziert einer jungen engagierten Frau aus Lehrte eine Gedenkstättenfahrt mit dem Zug der Erinnerung nach Auschwitz


Rosa Cantore, Reinhard Nold

Trotz der geringen Budgetmittel des ehrenamtlichen DGB Gremiums vor Ort, haben sich die Gewerkschafter entschieden die Auschwitzreise einer Jugendlichen, die beim Zwangsarbeiterprojekt der Haupt- und Realschule Lehrte Süd beteiligt war, zu finanzieren. Rosa Cantore hat den örtlichen DGB Vorsitzenden Reinhard Nold im vergangenen Jahr bei der Ausstellung „Zug der Erinnerung“ angesprochen und sich für die Reise mit dem Zug der Erinnerung zur Gedenkstätte Auschwitz interessiert. „Ich habe mir gedacht, junge Menschen die sich für die Geschichte interessieren und gegen Antisemitismus sind, müssen gefördert werden“, erläutert Nold seinen in der letzten Sitzung des DGB Vorstandes genehmigten Finanzierungsantrages für die Fahrt mit dem Zug der Erinnerung nach Auschwitz.

Die siebentägige Fahrt beginnt am 12.04.mit einem eintägigen Aufenthalt in Berlin. Hier werden sich die Teilnehmer auf die Fahrt zur Gedenkstätte Auschwitz vorbereiten, in dem sie Orte besichtigen, wo vor 70 Jahren die Entscheidungen zu den Deportationen gefällt wurden.

„Ich freue mich sehr auf die Fahrt nach Auschwitz und auf dass Zusammentreffen mit weiteren 100 Jugendlichen aus ganz Deutschland. Auch bin ich gespannt wie mich der Ort, an dem mehr als 1 Millionen Menschen vernichtet wurden, berühren wird“, berichtet Rosa Cantore von ihren Gefühlen vor Beginn der Fahrt.

Lernen aus der Vergangenheit für die Zukunft– dies macht den „Zug der Erinnerung“ zu einem wichtigen Pfeiler der Menschenrechtserziehung, sagt Nold. Es schafft bei den Kindern und Jugendlichen Verständnis für die Notwendigkeit historischen Wissens. Darüber hinaus sensibilisiert „Der Zug der Erinnerung“ für die Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen Entwicklungen und individuellen Reaktionsweisen, macht das Verhalten von Gruppen und Einzelpersonen verständlicher und lässt nicht zuletzt die Frage aufkommen: Wie hätte ich gehandelt?

Insgesamt ist das Projekt „Zug der Erinnerung“ mit der Fahrt nach Auschwitz ein hervorragendes Projekt um junge Menschen empfindlich zu machen, damit sie den Nazis mit ihren Sprüchen nicht auf den Leim gehen. Auch will der DGB jungen Menschen in dieser Arbeit und Anschauung fördern. Rosa Cantore wird über die auf der Fahrt nach Auschwitz gesammelten Erfahrungen, auf der 1. Maiveranstaltung des DGB, berichten.
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http://www.dgb-lehrte.de.ms
Wirtschaft und Politik | 20.03.2010 | rn | 8182 Leser